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The Making-Of SCHLOSS SALENSTEIN Werbefilm

Schon während der Vermarktung schauten sich rund 10'000 Personen diesen einzigartigen Immobilienfilm an

Schloss Salenstein

Ausgangslage

Das prominent auf einer Felsnase thronende Schloss Salenstein stand fast vierzig Jahre ungenutzt und leer. 2022 entschied die Eigentümerin des Schlosses, die SKKG Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, dem Objekt zu einer neuen Zukunft zu verhelfen und es zu verkaufen. Durch den langen Leerstand ohne Strom, Wasser und Beheizung wurde es unbewohnbar, rutschte also zunehmend in einen «unverkäuflichen», baufälligen Zustand. Selbst mit Renovationen vertraute Interessenten würde ein solcher Anblick irritieren.

Lösungsansatz

Im Innern war kein einziger Raum als Ganzes «fotogen», trotz der vereinzelten, wunderschönen Unikate und Details. Somit wurde klar, dass eine klassische Vermarktung mit ästhetischen Einzelaufnahmen nicht machbar war. Vielmehr galt es, das Auge vom pitoyablen Zustand abzulenken und die spektakuläre Lage sowie die tausendjährige Geschichte emotional erlebbar zu machen.

Mit einem Film würden sich diese Qualitäten am besten einfangen und transportieren lassen. Machart und Bildsprache des Films sollten jener eines Spielfilm-Trailers gleichen und nicht einem Immobilienprospekt.

Nach spektakulären Überflugaufnahmen suchten wir nach einer melodiösen Klangwelt, welche die Epoche wieder auferstehen lassen sollte. Uns schwebte vor, die Musik von einer festlich gekleideten Musikerin im schönsten Raum des Schlosses «live» spielen zu lassen, konzentriert und in sich gekehrt, gewissermassen als Traum oder Reminiszenz an den Glanz vergangener Tage. Für die Aufnahmen wählten wir den Festsaal, der mit seinem Kronleuchter und seinen zerrissenen Seidentapeten eine morbide Grandezza ausstrahlte.

Erfolg

Die Filmaufnahmen waren aufwändig: Gedreht wurde im November bei fahlem Licht und kurzen Tagen, das Filmset musste daher minutiös ausgeleuchtet werden. Überdies verstimmte sich das Cello im kalten Schloss andauernd und auch die frierende Cellistin musste sich und ihre klammen Finger zwischen den einzelnen Takes immer wieder aufwärmen. Ebenso aufwändig war die Nachbearbeitung des Films, um die Live-Tonaufnahmen genau mit dem Soundtrack zu synchronisieren.

Aber der Aufwand hat sich mehr als gelohnt: Schon während der Vermarktung schauten sich rund 10'000 Personen diesen einzigartigen Immobilienfilm an und die Thurgauer Zeitung berichtete am 11.2.23 mit einem prominenten Artikel darüber. Damit erreichten wir ganz neue Interessenten, so auch den späteren Käufer. - Wir danken allen Beteiligten für ihren tollen Einsatz!